Wer sind die Favoriten auf den Titel?

Die WM in Katar

Wer sind die Favoriten auf den Titel?

Langsam aber sicher steigt die Vorfreude auf die anstehende Weltmeisterschaft in Katar. Durch die Verlegung in die Wintermonate müssen sich Sport- und Wettfans jedoch ein halbes Jahr länger als gewöhnlich gedulden, ehe das Turnier, welches im Normalfall im 4-Jahres Takt ausgetragen wird, 2022 starten wird. Auch die Informationsbeschaffung für das anstehende Turnier gilt als spannender Zeitvertreib. Wir bieten deshalb einen Einblick in die Titelfavoriten für die WM in Katar.

WM ohne klaren Favoriten?

In den vergangenen Jahren gab es immer einen großen Favoriten für den Gewinn der Weltmeisterschaft. Während 2018 Frankreich als sicherer Anwärter auf den Titel galt, standen auch die Deutschen vor dem Turnier in Brasilien hoch im Kurs. Für die WM in Katar gibt es jedoch andere Spielregeln. Vor allem aufgrund der enttäuschenden Auftaktspiele in diesem Kalenderjahr scheint es für die anstehende WM keinen alleinigen Top-Favoriten zu geben.
Titelverteidiger Frankreich disqualifizierte sich durch einen grauenhaften Start in die Nations League von jeglichen Hoffnungen, eine gnadenlose Fußballmacht zu werden, der amtierende Europameister Italien ist gar nicht erst für die Teilnahme am Turnier in Katar berechtigt. Die Squadra Azzurra musste im Halbfinale der Playoffs ein bitteres 1:0 gegen Nord Mazedonien verkraften, die Quali für die Weltmeisterschaft fiel somit flach. Zwei Teams, die vor rund einem halben Jahr noch als mit die größten Anwärter auf den Titel in der Wüste galten, sind somit vollständig ausgeschieden oder leiden zumindest unter einem starken Rückgang der Erwartungshaltung. Wer sich bei solch überraschenden Entwicklungen entschließt einen Tipp abzugeben, kann im Rahmen eines Sportwetten Bonus Vorzüge einzelner Anbieter genießen, die zum Teil auch Freiwetten umfassen. Im Vorfeld der WM kann man sich so mit den Anbietern vertraut machen um dann endlich wenn die Quoten für die Spiele feststehen Einsätze auf die Favoriten zu tätigen.

Wie die Quoten ausfallen und wer letztlich als Favorit gehandelt wird, bleibt spannend. Doch mit ziemlicher Sicherheit lässt sich behaupten, dass die Franzosen sich keine allzu großen Sorgen darum machen müssen, noch hoch gehandelt zu werden. Zwar zeigten Superstars wie Mbappe, Dembele und Kante zuletzt nur eine durchschnittliche Leistung, dies ist allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit der Bedeutungslosigkeit der Nations League zuzuschreiben. Während man sich in den Partien gegen Österreich und Kroatien mit einem 1:1 trennte, gingen das Spiel gegen Dänemark sowie das bereits ausgetragene Rückspiel gegen Kroatien mit 1:2 beziehungsweise 0:1 verloren. Als die Spiele jedoch Anfang Juni stattfanden, haben sich die meisten Spieler wohl schon den wohlverdienten Urlaub herbeigesehnt. Entsprechend wenig Aussagekraft besitzen diese Resultate also.

Gibt es eine deutsche Wiedergutmachung?

Nach einem fantastischen Sieg im Finale von Rio gab es bei der WM 2018 gut vier Jahre später das böse Erwachen. Mit gerade einmal 3 Punkten und einem Torverhältnis von 2:4 reichte es in einer Gruppe mit Schweden, Mexiko und Südkorea nur für den enttäuschenden vierten Platz. Damit war nicht nur das Projekt Titelverteidigung gescheitert, auch das Ende der Ära Löw war damit langsam aber sicher eingeläutet worden. Achteinhalb Jahre nach dem letzten Weltmeistertitel besteht unter dem neuen Cheftrainer Hansi Flick jedoch die Möglichkeit, das Debakel von Russland in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Grundgerüst sieht immerhin mehr als Vielversprechend aus. Während das Mittelfeld noch immer von Spielern des FC Bayern München dominiert wird, könnte Dortmund ein perfektes Abwehr-Duo formen. Nachdem zuletzt immer häufiger deutsche Legionäre die Abwehrreihe in der DFB-Elf besetzten, könnten nun Niklas Süle und Nico Schlotterbeck zu einem echten Dream-Team avancieren. Sollte die Saison der beiden verletzungsfrei verlaufen, ist es mehr als wahrscheinlich, dass Flick die beiden als erste Wahl für die Abwehr betrachten könnte. Ergänzend dazu kommt der spritzige Sturm, für den gleich mehrere Akteure in Frage kommen. Neben Kai Havertz und Timo Werner darf sich auch Karim Adeyemi berechtigte Hoffnung auf Einsatzzeiten in Qatar machen. Die vorderste Offensive liefert gleichzeitig auch am meisten Diskussionspotential. Hier wird es sehr auf das von Bundestrainer Hansi Flick gewählte System ankommen, wenn es um die Vergabe der Plätze in der Startelf geht. Abgerundet wird das Team durch den seit Jahren überragenden Manuel Neuer sowie höchstwahrscheinlich Newcomer David Raum, welcher die linke Verteidigung besetzt. In der Gruppe mit Japan, Costa Rica und Spanien gilt ein Weiterkommen daher als sehr wahrscheinlich.

Kommt der Weltmeister aus Südamerika?

Das letzte Mal, als der Weltmeister aus Südamerika kam, ist gut 20 Jahre her. 2002 sicherten sich jene Brasilianer den Titel, die auch bei dieser Weltmeisterschaft wieder der größte südamerikanische Anwärter auf die Weltmeisterschaft sind. Dafür sorgte unter anderem eine enorm starke WM-Quali, bei der nach 17 Spielen keine einzige Niederlage zu Buche steht. Mit nur 3 Unentschieden kann sich die Selecao zudem über eine nahezu maximale Punkteausbeute freuen. Im Rampenlicht wird vor allem Real Madrids Wunderkind Vinicius Junior stehen. Der Flügelspieler, der zum Zeitpunkt der WM 22 Jahre alt sein wird, hat bereits einen geschätzten Marktwert von 100 Millionen Euro. Hinzu kommen die vielen weiteren Stars, welche den Kader der Selecao füllen. Doch auch dem Nachbarn Argentinien wird eine Außenseiterrolle zugesprochen. Es könnte die letzte Möglichkeit für Lionel Messi sein, eine atemberaubende Karriere mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft zu krönen. Allzu hohe Chancen werden den Argentiniern jedoch nicht eingeräumt.

England, Spanien und die Niederlande sind mit im Rennen

Nicht zu vergessen bleiben die Nationalmannschaften aus England, Spanien und den Niederlanden. Vor allem die Three Lions und La Furia Roja haben die letzten Jahre dazu genutzt, neue Talente des Sports ans Tageslicht zu fördern. Somit können sich vor allem neutrale Zuschauer auf spannende Spielzüge von Mason Mount, Jadon Sancho und Phil Foden freuen. Auf Seiten der Spanier sind hingegen die Barca-Talente Pedri und Gavi sowie Youngstar Ferran Torres spannende Akteure, die auf jeden Fall im Auge gehalten werden sollten. Deutschland und Frankreich sind damit keinesfalls die einzigen Favoriten auf den Titel in Katar.

WM ohne Beteiligung aus dem Westerwaldkreis

Bei der Weltmeisterschaft in Katar wird es keinen aktiven Spieler geben, der ursprünglich aus dem Westerwaldkreis stammt. Damit bleibt Roman Weidenfeller, der als Ersatztorwart 2014 Weltmeister wurde, seit langer Zeit der einzige erfolgreiche WM-Teilnehmer der Region in den letzten Jahrzehnten. Die Zeiten, als ein Bodo Illgner regelmäßig für die deutsche Nationalmannschaft auflief, lagen schließlich noch vor der Jahrtausendwende. Allenfalls ein aus der Region stammender Journalist könnte in Qatar mit von der Partie sein. Mit Boris Büchler arbeitet nämlich ein Hachenburger für das ZDF. Bekannt ist Büchler vor allem für sein unvergessliches Interview mit Per Mertesacker nach dem Duell der Deutschen gegen Algerien bei der WM 2014. Nach leichter Kritik gegen den Spielstil der DFB-Elf entgegnete der damalige Nationalspieler unter anderem mit den Worten “ich lege mich jetzt erstmal drei Tage in die Eistonne”.

 

Quelle: https://unsplash.com/photos/vmCHHfp25lU

Datum: 15.07.2022
Rubrik: Media Release
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